Historische Radios - Eine Chronik in Wort und Bild
Bärner & Link
Firmengeschichte

Die Herren Dr. Bärner und Fritz Link in Eningen bei Reutlingen bildeten das dritte Glied der Kette, die ihren Ursprung in der Tübinger Firma LTP hatte. Der dort tätige Ingenieur Kurt Ressel hatte sich von Herbert Lennartz gelöst und wollte unter Mitnahme der „Zauberflöte“-Unterlagen mehr am Radio verdienen. Zusammen mit Wilhelm Hartmeyer gründete er die Firma „Hares-Gerätebau“. Nach anfänglichem Ärger mit Herrn Lennartz, der vor dem Kauf der „falschen Zauberflöten“ warnte, wurden die Geräte über die „Süfag“ (Süddeutsche Funkapparategesellschaft) vertrieben. Firmensitz der beiden war Tübingen.

Die Firma Hares (die sich auch Hartres nannte) war auch schnell wieder am Ende und so kam der Restbestand des zwischenzeitlich in Samba 239 umgetauften Modells Zauberflöte – noch durch einen UKW-Pendler ergänzt – zu Dr. Bärner & Link nach Eningen. Die Herren waren in der Branche keine Neulinge, seit 1946 hatten sie die Werkvertretung der TELWA-Übertragungsanlagen, womit aber nach der Währungsreform keine größeren Geschäfte mehr zu machen waren.

Auch das Radio-Geschäft wurde nicht zum Glücksbringer. Nur im Katalog 1950/51 findet man das Samba von B & L. Nach ersten Erfahrungen sah wohl die Firma „Fritz Link Elektrogerätebau“ in der Fabrikation von Rundfunkgeräten keine Zukunft.

Zeitgleich stellte schließlich auch der offizielle LTP-Nachfolgeproduzent Himmelwerk, ebenfalls erst- und letztmals im Katalog von 1950 vertreten, die Zauberflöten- und Zauberkoffer-Produktion ein. Die Zeit dieser Kleinhersteller war abgelaufen.