Historische Radios - Eine Chronik in Wort und Bild
AJA-Echophon
Firmengeschichte

In seiner, 1945 in Konstanz gegründeten Rundfunk-Fachwerkstätte begann Alfred Jentsch mit der Fertigung von HF-Spulensätzen. 1946 erfolgte die Gründung der „AJA“ = Alfred Jentsch Apparatebau KG, die anfangs Radio-Einzelteile und Bausätze fabrizierte. Erst 1952 begann die industrielle Serienfertigung marktfähiger Empfangsgeräte. Die unter eigenen Marken vertriebenen Radios bildeten die Minderheit, mit seinen ca. 80 (später rund 100) Mitarbeitern produzierte er vor allem für die Firmen H.Kisters (siehe Kiraco) und Dr. Daniel (siehe Tefi).

Bis Mitte der Fünfziger boomte das Geschäft, Jentsch exportierte in viele Länder auch Echophon- Excelsior- und Germania-Superhets. Dann drückte der an Härte zunehmende Konkurrenzkampf die Preise auf ein Niveau, das AJA schließlich ruinierte und 1957 in den Konkurs zwang. Alfred Jentsch starb 1958 – mit 43 Jahren.

Die in Wolfach/Schwarzwald ansässige Firma Grieshaber, welche schon in den Fünfzigern das von der Tuttlinger Firma Vogel vertriebene Fahrradradio Veloton gefertigt hatte, erwarb aus der AJA-Konkursmasse Produktionseinrichtungen und Halbzeug. Bis Anfang der Sechziger entstanden daraus noch „AJA-Electronic“-Modelle, vorwiegend für den Export.