Historische Radios - Eine Chronik in Wort und Bild
Ahemo
Firmengeschichte

Die „Ahemo-Werkstätten“, Berlin-Charlottenburg, waren vor allem als Hersteller von Kopfhörern, Netzanoden und Ladegeräten bekannt. Es bestand der nicht unbegründete Verdacht, daß Radios dieser Marke nicht im eigenen Hause gebaut wurden, sondern vielleicht nur das darin eingesetzte Netzanschlußgerät Ahenan Eta. Aber Ahemo hatte die Telefunken-Bauerlaubnis.

Der ehemalige Generalstabsoffizier Arno Moyzischewitz war anfangs weniger am Bau von Rundfunkgeräten interessiert, er entwickelte vielmehr – was nach dem Ersten Weltkrieg strikt verboten war – militärische Kleinfunkgeräte. Und das mehr oder weniger im Geheimen, aber im Auftrag der Reichsregierung, welche zur Umgehung der ihr auferlegten Entwicklungsbeschränkungen mit solch prekären Aufgaben die unauffällige Kleinfirma betreute.

Als Radiohersteller war und blieb Moyzischewitz unbedeutend, und es ist deshalb höchst erstaunlich, daß er als solcher 1928 sogar zum Vorsitzenden des VDFI (Verband der Funkindustrie) gewählt wurde.

Äußerst bescheiden war das Ahemo-Rundfunkgeräte-Angebot. Nur die Empfänger-Typen A 3 und A 4 (jeweils in Gleich- und Wechselstrom-Version) sind in den „Funkschau-Bestückungstabellen“ verzeichnet.